real-Markt: Antwort der Metro AG

+++ 03. Dezember 2019 +++    real-Markt: Antwort der Metro AG

Wir haben nun direkt bei der Metro AG nachgefragt, ob Aussagen bezüglich der Zukunft des real-Marktes Schleswig möglich sind. Zudem haben wir unsere Sorge um einen drohenden Verlust der Arbeitsplätze in unserer ohnehin strukturschwachen Region zum Ausdruck gebracht.
Hier die Antwort der Metro AG vom 3. Dezember 2019:



Sehr geehrter Herr Hansen,

sehr geehrte Damen und Herren der Freien Wähler Schleswig,

haben Sie besten Dank für das Schreiben vom 26. November 2019 zum laufenden Verkaufsprozess unseres Tochterunternehmens Real, insbesondere auch zu dessen Auswirkungen auf die 134 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Schleswig. Ihre Sorgen und Ihr Anliegen kann ich gut nachvollziehen.

METRO hat die Anforderung an redos gestellt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gleichbleibenden Konditionen übernommen werden. Unsere Anforderungen bezüglich des zukünftigen Wohls der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelten überdies auch für alle anderen Marktbetreiber, die im Rahmen einer möglichen Weiterveräußerung der Märkte ihr Kaufinteresse signalisieren.

Wie Sie wissen, befindet sich METRO seit Mai 2019 mit redos in Exklusiv-Verhandlungen. Hier sind einige Meilensteine erreicht worden, auch wenn wir das Ziel eines Abschlusses des Verfahrens angesichts des Umfangs und der Komplexität des Sachverhalts leider noch nicht erreichen konnten.

Der Verkaufsprozess hängt von verschiedenen Faktoren ab, die nur teilweise von uns zu beeinflussen sind. Bitte lassen Sie mich Ihnen aber versichern: Ein schneller Abschluss des Verfahrens ist nicht nur für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig, sondern liegt auch in unserem eigenen Interesse. Wir führen die Verhandlungen mit redos mit Hochdruck. Unser Ziel ist es, die Verhandlungen möglichst in den kommenden Wochen abzuschließen.

Wie Sie wissen, hat das Bundeskartellamt den Verkauf von Real an redos gestattet und wird im weiteren Verlauf die Anmeldungen zum Erwerb von Real-Standorten durch weitere Einzelhändler im Rahmen der geplanten Weiterreichung eines Teils der Märkte prüfen. Über den aktuellen Sachstand habe ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Real persönlich mit einem Schreiben vom 29. Oktober 2019 informiert.

Am 21. November 2019 konnten Sie ebenso der Presse entnehmen, dass sich das von x+bricks geführte Konsortium nach einem früheren Ausscheiden aus den Verhandlungen erneut bei METRO meldete und signalisiert hat, mit einem deutlich nachgebesserten Angebot auf unsere Anforderungen eingehen zu wollen.

Die Einzelhandelsunternehmen Edeka, Tegut und Georg Jos Kaes GmbH haben bereits Anträge für den Kauf von Real-Märkten beim Bundeskartellamt eingereicht. Am 26. November 2019 hat das Bundeskartellamt bekannt gegeben, den beantragten Erwerb von 87 Real-Standorten durch Edeka einer vertieften Prüfung zu unterziehen, da weitere Ermittlungen zu den Absatz- und Beschaffungsmärkten erforderlich seien. Dieses Prüfverfahren läuft mit Frist bis zum 28. Februar 2020. Diese vertiefte Prüfung der fusionskontrollrechtlichen Anmeldung von EDEKA kommt für uns nicht überraschend und hat aus unserer Sicht keine Auswirkung auf den angestrebten Abschluss des Verkaufsprozesses.

Erst wenn das Bundeskartellamt die Prüfung aller Anträge beendet hat, kann jedoch verbindlich geklärt werden, welche Märkte an welche Händler abgegeben werden und welche Märkte bei Real verbleiben.

Am Ende dieses Prozesses wird ein eindeutiger Plan stehen, der bei allen, auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Schleswig, Sicherheit und Klarheit schaffen wird. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns im laufenden Verkaufsprozess nicht detaillierter zum Standort Schleswig oder weiteren Standorten äußern können.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ivonne Julitta Bollow
Global Director
Corporate Public Policy

METRO AG
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40235 Düsseldorf
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